Chancen und Risiken am Aktienmarkt – Aktienhandel, Wertpapierhandel

Der Aktienhandel bietet enorme Renditechancen und birgt immense Risiken für den Anleger

Statistisch betrachtet bringen Aktienanlagen im Durchschnitt eine höhere Rendite als konservative Anlagen, wie Festgeld, Bundesschatzbriefe, Tagesgeld oder ähnliches. Die gilt jedoch nur für langfristige Investments über mehrere Jahre.
Hohe Renditechancen beim Aktienhandel

Im Rahmen von Übernahmeschlachten zwischen zwei Unternehmen kommt es häufig zu exorbitant starken Kursgewinnen binnen weniger Stunden oder Tage. Wer das Glück hatte zu einem günstigen Preis einzusteigen, kann zweifellos eine hohe Rendite bei geringstem Aufwand erzielen. Ähnliches gilt für das Aktien kaufen am Ende eines Börsencrashs. Aktionäre können durch Dividendenzahlungen zusätzliche Gelder einstreichen. Ob und wie viel Dividende ausgeschüttet wird ist abhängig vom erzielten Gewinn des Unternehmens.

Die Gründe für den Anstieg oder Fall eines Aktienkurses ist für Kleinanleger schwer nachvollziehbar. Häufig werden die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens, insbesondere die erzielten und erwarteten Gewinne, als ursächlich für den Kursanstieg gesehen. In der Praxis gibt es jedoch zahllose Unternehmen, deren Aktien, trotz satter Gewinne und prächtiger Aussichten, auf niedrigem Niveau dümpeln oder gar an Wert verlieren.

Das Risiko des Totalverlustes durch falsche Anlegestrategien

Grundsätzliche werden spekulative Geldanlagen wie der Aktienhandel nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Geht das Unternehmen pleite, verlieren die ausgegebenen Aktien ersatzlos ihren Wert. Starke Kurseinbrüche können das Papier auf den Bruchteil seines ursprünglichen Wertes schrumpfen lassen.

Wirtschaftliche Probleme, Gewinnwarnungen, Auftragsflauten, Personalentscheidungen, politische Entscheidungen oder Ereignisse – die Gründe für fallende Kurse sind vielfältig und nicht vorhersehbar. Nicht nur aus diesem Grund empfehlen wir schon seit langem Depots beim Aktienhandel. Am Besten Sie informieren sich selber über den Depot Vergleich.

Staatsanleihen – Der Staat als Schuldner

Staatliche Schuldverschreibungen bieten attraktive Zinsen bei geringem Kapitalrisiko

Einzelne Staaten können zur Finanzierung ihrer öffentlichen Haushalte Schuldverschreibungen an private Anleger ausgeben. Der Käufer erhält mit der Staatsanleihe ein festverzinsliches Wertpapier mit begrenzter Laufzeit. Der Emittent verpflichtet sich nach Ablauf des Anlagezeitraumes (häufig 10 Jahre) zur Rückzahlung des überlassenen Kapitals inklusive der aufgelaufenen Zinserträge.

Sicherheit von Staatsanleihen

Die Staatsanleihe gilt als konservative Form der Geldanlage, bietet dem Investor jedoch keine hundertprozentige Sicherheit. Theoretisch kann der Anleger einen Totalverlust erleiden, wenn der emittierende Staat bankrott geht. Internationale Rating-Agenturen, wie Standard & Poor`s und Moody`s, bewerten die Bonität der einzelnen Staaten.

Bundesschatzbriefe sind eine sehr beliebte Anlageform.

Bundesschatzbriefe sind eine sehr beliebte Anlageform.

Das Triple A (AAA) markiert den Bestwert. Anleihen mit dieser Einstufung bieten dem Anleger größtmögliche Sicherheit für die Rückzahlung. Deutsche Staatsanleihen (Bundesanleihen) erhalten regelmäßig ein AAA-Rating, während viele Länder mit geringerer Wirtschaftskraft und/oder höherer Staatsverschuldung häufig mit AA- oder gar B bewertet werden.

Verzinsung von Staatsanleihen
Die Verzinsung einer Staatsanleihe – und damit die mögliche Rendite – ist abhängig vom Rating der herausgebenden Staaten und dem allgemeinen Zinsniveau zum Zeitpunkt der Emission. Je schlechter das Rating, umso höher der Zinssatz, den der jeweilige Staat für die Schuldverschreibung zahlen muss. Der Anleger muss für einen hohen Zinssatz stets ein höheres Kapitalrisiko in Kauf nehmen. Die Verzinsung ist zusätzlich nach Laufzeiten gestaffelt, wobei langfristige Anlagen mit besonders hohen Zinsen vergütet werden. Die Staatsanleihen werden als Wertpapiere täglich an den Börsen gehandelt.

Bundesschatzbriefe – Festverzinsliche staatliche Wertpapiere

Die deutsche Finanzagentur legt in unregelmäßigen Zeitabständen Bundesschatzbriefe auf, die von privaten Anlegern bei jedem Geldinstitut, oder der Finanzagentur selbst, erworben werden können. Bundesschatzbriefe sind Wertpapiere des Bundes und werden nicht an den Börsen gehandelt.

Sie bieten eine feste Verzinsung über eine bestimmte Laufzeit, bei gleichzeitig hundertprozentiger Einlagensicherung durch den Bund. Bundesschatzbriefe kann sowohl in einem privaten Aktien Depot als auch in einem Schuldbuchkonto der deutschen Finanzagentur aufbewahrt werden. Letztere Variante ist gebührenfrei. Der Anleger kann eine beliebige Summe in das Wertpapier investieren und muss lediglich die Mindesteinlage von 52,00 Euro beachten.
Bundesschatzbriefe werden in den Varianten A und B ausgegeben, die sich hinsichtlich Laufzeit und Verzinsung unterscheiden.

Ein vorzeitige Rückgabe des Wertpapiers widerspricht der ursprünglichen Intention des Bundes und ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Bundesschatzbriefe vom Typ A

Der Typ A verfügt über eine feste sechsjährige Laufzeit. Ein mal jährlich (zum 31.12) werden die aufgelaufenen Zinserträge ausgeschüttet. Die Verzinsung erfolgt nach dem System einer ansteigenden Zinstreppe. Mit jeden Jahr der Laufzeit erhöht sich der Zinssatz um einige Prozentpunkte bis er im Schlussjahr seinen Höhepunkt erreicht.

Bundesschatzbriefe vom Typ B

Typ B verfügt über eine feste siebenjährige Laufzeit und gewährt dem Anleger die Möglichkeit vom Zinseszins-Effekt zu profitieren. Die erwirtschafteten Zinserträge werden erst am Ende der Laufzeit ausgeschüttet und zwischenzeitlich intern mitverzinst, was die Gesamtrendite erhöht. Die Verzinsung folgt gleichfalls dem Zinstreppen-Modell mit jährlicher Steigerung.