Die richtige Geld Strategie für den Optionshandel

Die Bankroll Strategie ist eine Form des Geld-Managements. Sie beinhaltet die Kompetenz, durch weise Entscheidungen, das zur Verfügung stehende Kapital (Bankroll) überlegt und kontrolliert in einen Handel (Trade) mit dem Ziel der Kapitalvermehrung einzusetzen und den Totalverlust der Bankroll zu vermeiden.

Um diese Strategie erfolgreich verfolgen zu können, ist es essentiell, die eigenen finanziellen Ziele klar zu definieren. Es empfiehlt sich, diese Ziele schriftlich darzulegen, weil dadurch eine größere Planungssicherheit erzielt werden kann.

Je nach individuellem, persönlichem und finanziellem Spielraum können sich unterschiedliche Stufen der Risikobereitschaft in Bezug auf das eingesetzte Kapital, die Gewinnerwartung, den Anlagezeitraum und das ausgewählte Asset ergeben.

Welche unterschiedlichen Erwartungen und Haltungen gibt es?

a.) Der Geldzufluss sollte nach Möglichkeit regelmäßig sein. Hier ist eine aggressivere Strategie notwendig. Ziel würde sein, die besten Gewinnchancen in kürzeren Handelszeiträumen auszuloten.

b.) Das eingesetzte Kapital wird für einen längerfristigen Zeitpunkt nicht gebraucht und mit den bereits erzielten Gewinnen immer wieder neu zur weiteren Vermehrung der Bankroll eingesetzt mit dem Ziel, am Ende des gesamten Investitionszeitraumes eine große Geldsumme zur Verfügung zu haben.

Eine eher konservative Marktannäherung ist möglich.

c.) Beide der oben genannten Erwartungen sollen eintreffen.

Die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Haltungen führt zur Einteilung der Investoren in zwei Gruppen:

Die “I want it now” Gruppe:

Diese Gruppe möchte kurzfristig hohe Gewinne erzielen. Die Zeitspanne für das “Return of Investment” ist kurz bemessen. Das eingesetzte Kapital wird meistens in einen Trade eingesetzt, der, verbunden mit kurzfristigem hohen Risiko, durch einen hohen Gewinn belohnt wird. Dafür ist diese Gruppe bereit, eine hohe Geldsumme und Zeit zu investieren. Die Fähigkeit, mit Verlusten umgehen zu können, ist unbedingt vorhanden, um nicht zu schnell enttäuscht aus dem Markt aussteigen zu wollen. Diese Haltung wird belohnt durch ein schnelles Erreichen der finanziellen Ziele.

Die “I want it later” Gruppe:

Diese Investorengruppe hat die Zeit und die innere Einstellung, die Gewinnerwartung auf einen späteren Zeitraum zu verschieben. Es bieten sich mehrere verschiedene Trades mit niedrigerem Kapitaleinsatz an. Das eingesetzte Kapital wird nicht kurzfristig zurückerwartet, sondern es liegt eine mittel- bis langfristige Investmentstrategie vor.

Diese Haltung setzt ein gewisses Maß an Gelassenheit voraus und wird belohnt durch regelmäßige Erträge, die sich im Laufe der Zeit zu einem sehr hohen “Return of Investment” addieren.

Wichtige Aspekte des Bankroll-Management:

Was bedeutet Bankroll?

Dieser Begriff bezeichnet das zur Verfügung stehende Geld. Beginnt man mit dem Investieren, ist die Bankroll eher noch niedrig. Wichtig ist, dass die Bankroll nur für den Einsatz in den binären Optionshandel eingesetzt werden kann und nicht für andere Zwecke gebraucht wird. Damit ist die Konzentration auf das eigentliche Ziel, nämlich die Bankroll zu erhöhen, sicher gestellt.

Wie viel Prozent der Bankroll soll bei einem Trade eingesetzt werden?

Eine der Entscheidungen, die bei einem binären Optionshandel zu treffen sind, ist die Höhe des einzusetzenden Kapitals in einen Trade in prozentualem Verhältnis zur Bankroll. Hierbei sind maximal 10 Prozent am Anfang (je nach Höhe der Bankroll und Investorengruppe), später nur noch 5 Prozent ein Richtwert, bis man auf 1 bis 2 Prozent heruntergehen kann, weil die Bankroll bereits sehr viel größer geworden ist. Der Kapitaleinsatz an sich ist höher als zu Beginn, aber das prozentuale Verhältnis des investierten Kapitals zur Bankroll ist kleiner und damit risikoärmer geworden.

Sollte eine schriftliche Aufstellung der Bankroll erstellt werden?

Es ist wichtig, eine Addition aufzustellen. In dieser wird aufgelistet, wie viel Gesamtkapital übrig bleibt im Falle eines Verlustes und um wie viel Geld sich das Kapital vermehren wird im Falle eines Gewinnes. Ein gutes Geld-Management setzt sich mit den unterschiedlichen Ergebnissen eines Trades auseinander.
Manchmal ist es sinnvoll, nur die Hälfte des ursprünglich geplanten Einsatzes zu tätigen und somit das Verlustrisiko kontrolliert zu steuern. Es erfordert Übung und einen kühlen Kopf, das Risiko des Verlustes mit der Gewinnerwartung abzuwägen.

Es ist sehr wichtig, diese Überlegung vor dem realen Trade abschließend zu bewerten, denn während des binären Optionshandels selbst ist dafür nicht genügend Zeit. Sie schützt vor unüberlegtem Kapitaleinsatz.

Das heißt allerdings nicht, dass es nicht sinnvoll sein kann, kurzfristig Chancen zu erkennen und zu nutzen. Als registrierter Händler einer Handelsplattform ist oft die Nutzung eines Risk-Management-Tools möglich, um bessere Investmententscheidungen treffen zu können. Es gibt auch die sogenannte Kelly Formel, mit der sich errechnen lässt, wie viel Prozent der Bankroll in einen aktuellen Trade investiert werden sollte.